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Frog
Eyes
Frog Eyes aus Victoria, Vancouver
Island sind ein Post-Punk/Post-Rock Kollektiv um den
Sänger und Gitarristen Carey Mercer und seine Lebensgefährtin
und Schlagzeugerin Melanie Campbell. Die kanadische
Band scheint nur ihrer eigenen Welt verpflichtet, besonders
Carey Mercer - mit seinen verstiegenen Lyrics, und seiner
markanten Stimme, die wie ein wilder Mix aus Bowie und
Beefhardt klingt Frog Eyes' Musik ist kraftvoll, aber
nicht aufgrund von schweren Riffs oder harten Beats.
Die Kraft bei ihnen liegt im quirligen Schichten, im
unablässigen, flirrenden Strom der Musik, in einer
Intensität, die sich im Ausdruck durch Stimme,
Instrumente, Arrangements nicht beschränken mag,
dabei Anspannung und Unberechenbarkeit jeder Beliebigkeit
vorzieht. Auch Frog Eyes haben Musik nicht neu erfunden.
Es sind gängige Elemente mit denen Sie arbeiten.
Wer in den Schichten sucht, wird dieses oder jenes finden...
Carey Mercer's Texte transportieren auf den ersten Blick
eine düstere Sicht der Dinge. Geschichten wie aus
einer imaginierten vergangenen Zeit die sich nicht mit
der banalen Beschreibung von Alltäglichkeiten und
Großstadtgefühlen aufhalten: ein Botschafter
wird weggeweht, ein Leutnant sucht nach den Überresten
seines Vaters, ein General, der seine Tochter an die
Dämmerung verlor, ein Hausierer, der inmitten der
Nacht aufwacht, um sich über seine schäbigen
Waren aufzuregen. Und Katastrophen sind Mercer's Lieblingsthemen,
so viele Katastrophen: die Flugzeuge blasen Boote auf
die Inseln, der Weizen ist verdorben, weil die Blütezeit
verbannt wurde und Patriarchen werden auf Eisbrocken
in die Beringsee geschickt. Wir wollen hier nicht mythisch
werden und Mercer mit der prophezeienden Kassandra in
Verbindung bringen. Doch Mercer scheinen diese Themen
zumindestens zu faszinieren -auseinanderfallende Dinge
generell... Dafür verantwortlich ist die Band,
die Mercer um sich geschart hat - seine Frau, Melanie
Campbell hat einen besonderen Stil entwickelt das Schlagzeug
zu spielen. Es fordert die Stimme heraus, lässt
sie hüpfen und sich bewegen. Michael Rak's Bassspiel
ist ruhig und genau und sicherlich hat er den großartigen
Peter Hook/Joy Division/New Order genau studiert. Spencer
Krug's Keyboards sind ein gottloses Wunderwerk, erst
klingen sie wie ein Schwarm zwitschernder Vögel,
um kurz darauf in das donnernde Grollen eines Pianobebens
zu tauchen. Mccloud Zicmuse gratuliert Mercers Gitarrenspiel
auf seine Weise, er loopt die Melodien, blubbert und
verschnörkelt. Wäre Tears of the Valedictorian
ein Film, bekäme Zicmuse vermutlich eine Oskar-Nominierung
für die Special Effects. Frog Eyes sind zudem eine
ausgesprochene Liveband. Diese Musik besteht nicht lediglich
in konstruierter Abgeschiedenheit sondern mitten im
Leben. Diese Leute lieben es zu touren, die Begegnung
mit Publikum, und den einmaligen, unwiederbringlichen
Moment des Konzertes.
Links
www.myspace.com/frogeyes
http://www.absolutelykosher.com/frogeyes.html
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