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Jaga
Jazzist
Schon seit ihren Anfängen war Jaga Jazzist eine Band,
die nach etwas anderem gesucht hat - ohne Interesse
an den neuesten Trends oder wer auf dem Cover von welchem
Magazin ist, hat dieses 9-köpfige Kollektiv aus Norwegen
sein Bestreben darauf konzentriert, einen einzigartigen
Sound zu entfalten, der gesammelt ihre musikalischen
Ideen ausdrückt. Ein Bestreben, das schon seit einer
Dekade anhält. Eines, das kurz vor seiner Erfüllung
stehen könnte.
Das erste Album von Jaga Jazzist("Jævla Jazzist Grete
Stitz") wurde 1994 veröffentlicht, als die jüngsten
Bandmitglieder gerade 14 Jahre alt waren. Es war, so
sagten sie, "ein Album über's Ausprobieren, ohne die
Angst zu versagen" und diente somit als Manifest für
vieles, was seitdem folgte. Es liegt in der Natur solch
großer Kollektive, dass Entwicklung Zeit braucht, und
obwohl ihr zweites Album "Magazine" (1998) von den heimischen
Kritikern freudig gefeiert wurde, war es erst 2001 mit
"A Livingroom Hush", dass die Ideen, auf die sie mit
ihrer früheren Arbeit angespielt hatten, wirklich zu
blühen begannen. Europa wurde aufmerksam, Touren folgten,
und Tracks wie "Animal Chin" und "Lithuania" wurden
bald zu Klassikern ihrer Live-Shows. Sieben Jahre des
zusammen Spielens resultierten in glühenden Auftritten,
als ob man eine kontrollierte Explosion miterlebt, während
die Musiker ständig drohen, die Kontrolle über die Musik
zu verlieren, aber dieses scheinbare Chaos nur nutzen,
um die Sache noch höher zu treiben. Keine Angst zu fallen.
Unter Beibehaltung der akustischen Abenteuerlust der
Band nahmen sich Jaga Jazzist auf "The Stix" mehr der
elektronischen Elemente an, mit denen sie auf "A Livingroom
Hush" schon experimentierten. Dies war Jaga Jazzist's
Interpretation von elektonischer Musik, ein Album, das
charakterisiert ist durch rauhen, aufwendigen Rhythmus,
den Drummer Martin Horntveth oft mit Drum Boxes und
vorprogrammierten Beats auskämpft. Die Resultate begeisterten
jeden, vom Observer Music Monthly bis Mars Volta.
Nach vielem Touren kam die Zeit für ein neues Kapitel
in der Jaga Jazzist Geschichte, "What We Must". Nachdem
Monate vergingen, um neues Material zu schreiben, zerriss
die Band alles, ging in ein isoliertes Studio in den
norwegischen Wäldern und nahm das Demo auf, das jetzt
unter dem Namen die Spydeberg Session bekannt ist. Aufgenommen
in einem Take an einem Tag war es der durchbrechende
Moment für die Gruppe. Ein Sound, der näher an ihrem
Live-Sound war als jemals zuvor. Die Band begann schon
von "ihrem" Rock-Album zu sprechen. Dies war eine kaleidoskopische
Aufnahme mit Rock Styles, von frühem 90er britischen
Shoegazer Gitarren-Pop bis 70er Prog Rock, alles durchzogen
mit Jaga Jazzist's eigener einzigartiger Logik.
Nachdem das neue Material live getestet wurde, kehrten
sie zurück ins Studio und benutzten die Spydeberg Session
als Basis für das Album "What We Must", die vielleicht
radikalste Entwicklung in ihrer bisherigen Karriere.
Im Grunde ist dieses Kollektiv eine ruhelose Seele,
die gleichzeitig in verschiedene Richtungen geht, aber
immer nach vorne. Schnell. Die Band testet ihre Grenzen,
sowohl persönlich als auch musikalisch. Darum ist es
unmöglich, sie zu kategorisieren. Und darum sind sie
besonders. Jaga Jazzist ist etwas natürliches und schönes.
Eine Notwendigkeit. Für sie und für uns.
Sie tun, was sie tun müssen. Es versteht sich von selbst,
dass sie es ohne Angst tun.
"Ground floor for musical innovation,
lunacy and special-offer ideas..." (NME)
"… a feast of infectious beats and exciting
arrangements delicately resolved with nuance to produce
a variety of atmospheric pleasures" (THE WIRE)
Links
http://www.jagajazzist.com/
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