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Michael Milosh stammt aus Toronto. Er erlernte das Cello bis zu den höheren Weihen der Klassik, begeisterte sich aber schon immer parallel für Jazz, Neil Young und abseitige Elektronika. Klar, dass die üblichen Etiketten des Pop an ihm nicht haften bleiben. Und an seiner Musik schon gar nicht. "You Make Me Feel" und "Meme", seine ersten beiden Alben, brachten ihm Vergleiche mit Radiohead, Depeche Mode, den Cocteau Twins, Jamie Lidell und Brian Eno ein. Selbst den R&B-Crooner D'Angelo wollten einige Kritiker herausgehört haben. Mind, Body, Soul - das sind die wichtigen Bestandteile. Milosh macht Musik, die nach innen geht: intim, sinnlich, romantisch. Dabei atmet sein Elektro-Folk mit jedem Takt auch ein wenig den Duft der Melancholie. Milosh kombiniert Beats und Samples, Gitarren und Streicher mit einer Falsett-Stimme, wie man sie zuletzt in den guten Momenten von Smokey Robinson gehört hat. "iii" ist sein drittes Album: Eine Reise durch die Gefühlswelt, vorbei an beeindruckenden Klangbauten und durch wunderbare Soundgefilde. Die Wahrheit sieht aber wie so oft natürlich anders aus: Denn Milosh klingt einfach wie Milosh. Punkt. "iii" zeigt das aufs Neue: Es ist sein bisher ornamentalstes, funkelndstes und zwingendstes Werk, eine emotionale Gemengelage aus Einsamkeit und Verbundenheit, Sonnenschein und Regen. Geschrieben und aufgenommen wurde "iii" während eines einjährigen Aufenthalts auf der thailändischen Insel Koh Samui. Die Stücke auf "iii" vereinen das Beste zweier Welten: Das Maschinelle der Elektronik und das Menschliche des Singer/Songwriter-Handwerks. Es sind tiefe Gefühle, die die luftigen Arrangements, honigsüßen Vocals und die feingliedrigen Beats hervorrufen. Da wären die sanft schwellenden Streicher auf "Another Day", die luftigen Melodien auf "Gentle Samui" - und doch malen viele der Tracks ein Bild der Melancholie in gedeckten Farben. Denn hinter der vordergründigen Leichtigkeit lauern die Dämonen der Einsamkeit.

Links
www.myspace.com/milosh